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Route Vietnam Golden Hands Bridge Weltreise

Vom kunterbunten 2018 in’s noch weiße 2019!

31.12.2018. Nichtmal mehr 12 Stunden und das Jahr ist rum. Bevor ich die letzten Sonnenstrahlen des Jahres am Strand genießen werde, wollte ich 2018 noch einmal Revue passieren lassen und mir Gedanken über meine eigenen persönlichen (Reise-)ziele machen. Ich war ehrlich gesagt nie ein Fan von guten Vorsätzen fürs neue Jahr, aber was soll ich sagen… Auf so einer Reise rückt das Thema Persönlichkeitsentwicklung zwangsläufig mehr und mehr in den Vordergrund.

Weltreise Bagan Tempel MyanmarIch beschäftige mich viel intensiver mit mir selbst. Wo ich hin möchte, was mich ausmacht, meine Ängste, Sorgen und Wünsche. Während ich in Deutschland eher die meiste Zeit vor mich her gelebt habe, setze ich mich hier viel intensiver mit meinen Stimmungen und Gedanken auseinander.

Das ist es wohl, was alle sagen. Dass man sich auf einer Solo-Reise nochmal viel besser und ganz anders kennenlernen wird. Ich dachte ehrlich gesagt immer, dass ich mich ganz gut kenne. Und das tue ich auch, aber es ist vielmehr so, dass ich ein viel stärkeres Bewusstsein für mich selbst und meine Bedürfnisse und Wünsche entwickle.

2018 war für mich ein spannendes Jahr voller Veränderungen, aber auch ein Jahr, das es nicht immer nur gut mit mir gemeint hat. Ein Jahr, in dem ich meine Komfortzone komplett verlassen habe und ein Jahr, in dem ich angefangen habe, über mich hinauszuwachsen. Es ist so unglaublich viel passiert und auch wenn vieles nicht so toll war, war 2018 für mich doch ein sehr wichtiges Jahr, in dem ich extrem viel gelernt und mich weiter entwickelt habe. Ein Jahr, in dem ich Sachen angepackt und nicht auf Morgen verschoben habe. Ein Jahr, in dem mein Traum einer Weltreise am 18. Oktober endlich wahr geworden ist. Der Weg bis dahin war lang und ehrlich gesagt teilweise auch nicht so ganz einfach. Das Sicherheitsdenken kam immer wieder durch. Hin und wieder gab es auch ordentlich Gegenwind von Menschen, die absolut nicht verstehen konnten, wie man das alles aufgeben kann. Und plötzlich schien die eigene Komfortzone doch ganz nett zu sein.

Weltreise Myanmar SternenhimmelTrotz all der Schwierigkeiten gab es aber auch Menschen, die mich unterstützt haben und die immer für mich da sind. Dafür bin ich sehr dankbar! Und dann bin ich am 18. Oktober mit einer riesigen Portion Angst, aber einer viel größeren Portion Mut in den Flieger in Richtung Bangkok gestiegen. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, an dem ich total übermüdet in meinem Hostel angekommen bin und einfach nur noch nach Hause wollte. Alles schien unendlich schrecklich zu sein und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was ich mir nur dabei gedacht habe.

Natürlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch absolut keine Nerven, zu filmen. Ich habs trotzdem irgendwie gemacht, auch wenn mich alles total überfordert hat und ich eigentlich gerne nur heulend im Bett gelegen hätte. Im Nachhinein bin ich total glücklich, dass ich das mit dem Filmen durchgezogen habe. Es hat mir vor allem zu Beginn meiner Reise etwas Halt gegeben, weil ich gezwungenermaßen raus gehen und etwas erleben “musste”, anstatt mich meiner Heulerei hinzugeben.
Das Reden mit der Kamera fiel mir unglaublich schwer. Mittlerweile ist es besser geworden, auch wenn ich immer noch nicht so gerne vlogge, wenn ich in einer Gruppe unterwegs bin. Mal sehen wie sich das noch so entwickeln wird. Ich bin jedenfalls manchmal ziemlich beeindruckt von mir, dass ich überhaupt vlogge. Hätte ich nie so wirklich für möglich gehalten!

Weltreise Vietnam Ha Giang LoopDann ging es für mich nach Vietnam. Ich war voller neuer Energie und Vorfreude auf das erste Land meiner Weltreise. Und was soll ich sagen: Vietnam meinte es gut mit mir! Ich habe dort unglaublich tolle Menschen kennengelernt, nicht selten gestaunt über die unglaublich günstigen Preise dort (teilweise habe ich am Tag nur 4€ inklusive Übernachtung ausgegeben!!), mich oft inmitten einer atemberaubenden Natur wiedergefunden UND ich bin wieder über mich hinaus gewachsen: Ich bin das erste Mal Roller gefahren und dann beim zweiten Mal sogar den Ha Giang Loop. Ein Erlebnis, das ich niemals vergessen werde.

Leider war Vietnam letzten Endes dann doch nicht ganz so günstig für mich. Denn ich habe meine Drohne gecrasht und musste insgesamt 540€ an Reparaturkosten zahlen. Das Einzige, was ich nun hoffe, ist, dass ich mich in 2019 trauen werde, wieder zu fliegen. Ein bisschen Angst, dass nochmal etwas passiert, habe ich ehrlich gesagt schon.

Weltreise Vietnam Ha Giang LoopNach meiner wundervollen Zeit in Vietnam ging es zurück nach Thailand. Drohne in Bangkok zur Reparatur abgeben und dann ab nach Chiang Mai, einen kleinen Bucket-List-Moment wahr werden lassen: Loy Krathong und vor allem Yi Peng feiern. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Tausende Laternen stiegen für Stunden in den dunklen Himmel auf. Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gesehen und mein Mund stand mehr als nur einmal weit offen!

Nach Chiang Mai ging es für mich auf einen kleinen Abstecher nach Pai. Natürlich mit dem Roller anstatt mit dem Mini-Van. Denn Rollerfahren gehörte nach Vietnam schließlich zu meinen neuen Hobbys! Die Strecke mit ihren fast 200 Kurven hat es zwar in sich, wenn man jedoch vorsichtig fährt, ist es absolut machbar. In Pai angekommen habe ich das erste Mal auf meiner Reise ein paar Tage lang nichts gemacht. Außer gegessen, gegessen und gegessen. Denn das kann man in Thailand wirklich sehr gut!

Weltreise Fledermäuse Myanmar

Nach Pai folgte ein neues Land, auf das ich mich schon lange gefreut habe. Es ging nach Myanmar! Ein Land, von dem alle sagen, dass man JETZT hin muss, bevor der Tourismus dort angekommen ist. Und das kann ich so absolut unterschreiben! Über Land ging es für mich an der Grenze bei Mae Sot rein nach Myanmar und weiter nach Hpa-An. Dort habe ich meine ersten Tage verbracht und bereits an meinem ersten Abend eine unbeschreibliche Gastfreundschaft erlebt. So saß ich in einem kleinen Restaurant, dem leider das Trinkwasser ausgegangen war. Auf meine Frage, wo ich Wasser kaufen könnte, sagte mir der Besitzer, dass er mir Wasser kaufen wird. Also lief jemand los und kaufte mir Wasser. Wasser für das ich letztendlich noch nichtmal bezahlen durfte.

In Myanmar gab es für mich viele Momente, die ich so schnell nicht vergessen werde. Hierzu zählen unter anderem Millionen von Fledermäusen, die bei Sonnenuntergang mindestens eine halbe Stunde aus ihrer Höhle hinausflogen. Das Aufsteigen von Heißluftballons pünktlich zum Sonnenaufgang über Bagan. Ein unglaublicher Sternenhimmel während meines dreitägigen Trekkings von Kalaw nach Inle. Oder auch meinen ersten Weihnachtstag, den ich bei einer Local-Family mitten im Nirgendwo verbringen durfte.

Weltreise Bagan Ballons Sonnenaufgang

Myanmar hat mich allerdings auch extrem herausgefordert. Ich bin krank geworden, weil ich entweder was Falsches gegessen habe oder aber die hygienischen Bedingungen teilweise einfach extrem schlecht waren. Dann kam Weihnachten. Ein Tag, von dem ich immer dachte, dass er mir egal wäre. Und plötzlich war es da, das Heimweh. Nicht zuletzt auch dank Social Media. Alle fahren nach Hause, posten Bilder und Stories gemeinsam mit ihren Lieben und man selbst sitzt irgendwo bei über 30 Grad und mit leichtem Fieber alleine in seinem Hostelbett in einer großen stickigen und dreckigen asiatischen Stadt. Nicht gerade beste Voraussetzungen. Und auch wenn ich weiß, dass Social Media immer nur eine Momentaufnahme des perfekten Lebens darstellt, lässt sich das eigene Gehirn trotzdem dadurch manipulieren.

Nach Weihnachten ging es für mich raus aus Myanmar. Zurück nach Bangkok und dann ab nach Koh Chang. Sonne, Strand und Meer. Genau das, was ich für einen perfekten Jahresabschluss gebraucht habe. Koh Chang tut mir gerade unendlich gut und heute habe ich meinen Aufenthalt hier für ein paar Tage verlängert.

Weltreise Bagan Tempel MyanmarMein 2018 war also ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Vor allem auf Reisen habe ich meine Tiefen noch intensiver erlebt. Dafür waren meine Höhen aber auch auf einem ganz anderen Level. Ich bin sehr gespannt, was mich 2019 so alles erwarten wird. Was ich alles von der Welt sehen werde, welche Bekanntschaften und Freundschaften ich schließen werde, wie ich mich selbst wieder entwickeln werde, wo mich YouTube hinführen wird und was ich heute in 365 Tagen über alles denken werde. Ich bin gespannt, wann es mich nach Hause zeiht, wie lange ich noch reisen möchte und welche weiteren Momente ich von meiner Bucket-List streichen kann.

Danke 2018! Auch wenn du nicht mein Lieblingsjahr warst, danke ich dir für alles, was du mir beigebracht hast und wo du mich letztendlich hingeführt hast.

Hallo 2019! 365 unbeschriebene Seiten. Ich hoffe es wird eine spannende, abwechslungsreiche neue Geschichte mit Happy End! Ich bin sehr zuversichtlich.

Und zuletzt ein ganz besonderes Danke an euch. Danke, dass ihr das hier lest, dabei seid und mich ganz oft mit lieben Nachrichten unterstützt. Das tut unendlich gut und ich freue mich, wenn ich euch motivieren und euch ein Stück weit durch meine Reise die Welt zeigen kann. Habt ein wunderbares Jahr und passt auf euch auf!

 

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